Sonstige Versorgung

Allgemeinmedizinische Versorgung und diagnostische Einrichtungen

Das Bezirkskrankenhaus Straubing verfügt über eine modern eingerichtete allgemeinmedizinische Abteilung mit eigener Ambulanz und einer Krankenstation. Für die Diagnostik stehen Labor- und Röntgeneinrichtungen zur Verfügung. Weitere Untersuchungsmöglichkeiten mittels EKG, Sonographie und EEG sind darüber hinaus gegeben.

In der Ambulanz können kleinere chirurgische Eingriffe und Wundversorgungen durchgeführt werden. Daneben besteht die Möglichkeit zur konservativen Frakturbehandlung.

Hinsichtlich weiterführender Diagnostik (z.B. Endoskopie, Computertomographie) und fachärztlicher Behandlung besteht eine enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Abteilungen des Klinikums St. Elisabeth in Straubing. Zusammen mit der JVA Straubing wird im Klinikum ein separater Trakt mit zwei Zweibett-Zimmern vorgehalten, wobei die erforderliche Krankenhausbehandlung stets auf das erforderliche Maß beschränkt und eine frühestmögliche Rückverlegung auf die hausinterne Krankenstation angestrebt wird.

Die Arzneimittelversorgung wird in Zusammenarbeit mit der Apotheke des Bezirksklinikums Mainkofen sichergestellt.

Seelsorge

„Fürchte Dich nicht, ich habe Dich erlöst. Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein!“
Christliche Seelsorge im Bezirkskrankenhaus Straubing ist ein personales Angebot im Gesamtgefüge der forensisch-psychiatrischen Klinik.

Die seelsorgerliche Arbeit ruht auf zwei Säulen.
Die erste Säule ist das persönliche Gespräch. Durch einen anderen Menschen, der uns aufmerksam zuhört, erfahren wir Verständnis oder auch Widerspruch. Darin erleben wir uns selbst.
Als Seelsorger können wir offen und ohne klinische Ziele die Anliegen der Patienten ernst nehmen. Jedes Gespräch ist dabei durch die Schweigepflicht der Seelsorger geschützt.
Große Hilfe leistet hier auch der Besuchsdienstkreis, dessen ehrenamtliche Mitglieder regelmäßig Patienten besuchen.
Die zweite Säule ist die gottesdienstliche Feier. Spirituelle Bedürfnisse und Gottes Nähe werden erfahrbar im Feiern der Gottesdienste im Jahresfestkreis, im Spenden der Sakramente, durch Salbung und Segnung.
Es liegt in der Kompetenz der Seelsorge Menschen ganzheitlich in allen Lebenslagen, vor allem auch in Krankheit und Schuld, eine hoffnungsvolle Perspektive zu vermitteln, die heilsame Qualität in sich trägt.
Dabei versteht es sich von selbst, mit den verschiedenen Fachstellen der Klinik optimal zu kooperieren und bei Fachbesprechungen die Dimension der Seelsorge einzubringen.
Bitte sprechen Sie uns jederzeit an:

Bernhard Plail
Pastoralreferent
Tel. .: + 49 9421 8005-764

b.plail@bkh-straubing.de 

Angehörigentreffen am BKH Straubing

Viermal im Jahr sind die Angehörigen der Straubinger Patienten zu einem Treffen an einem Samstag von 09.30 bis ca. 13.30 Uhr in die Klinik eingeladen.

Oft fehlt  Angehörigen von Patienten forensischer Einrichtungen der geeignete Rahmen, über ihre spezifischen Themen und Probleme zu sprechen.

Deshalb wollen diese Treffen ein Forum anbieten, bei dem die Angehörigen in einem geschützten Rahmen eine Austauschmöglichkeit haben, miteinander ins Gespräch kommen und ihre Anliegen und die ihrer Angehörigen an Vertreter der Klinik und die zuständigen Maßregelvollzugsbeiräte weitergeben zu können. Auch werden dabei immer wieder vertiefte Einblicke in die administrativen Abläufe der Klinik und in die hier behandelten Störungsbilder ermöglicht, wobei besonders die jeweiligen Bedürfnisse der Anwesenden berücksichtigt werden. Je nach thematischer Ausrichtung der jeweiligen Treffen informieren darüber Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen (Ärzte, Psychologen,  Sozialdienst und Pflege). Zentraler Fokus ist jedoch der persönliche Austausch betroffener Familien sowie der Blick auf Angehörigentreffen in anderen vergleichbaren Einrichtungen.

Organisiert werden die Treffen von der evangelischen und katholischen Seelsorge, der gewählten Vertretung der Angehörigen, der Leitenden Psychologin Frau Susanne Graf und  Frau  Dipl. Pädagogin Silvie Letsch.

Die Anmeldeformulare liegen zur Mitnahme in den Besucherräumen und können bei der Seelsorge angefordert oder ca. zwei  Monate vor den jeweiligen Treffen hier runtergeladen werden.

Verein „Angehörige und Freunde psychisch kranker Menschen – kurz: ApK“

Die Mitglieder dieser Vereinigung sind selbst betroffene Eltern, Ehepartner, Geschwister, Großeltern, Lebensgefährten oder Freunde eines psychisch kranken Menschen, der aufgrund seiner Erkrankung straffällig geworden ist. Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer die Bürde ist, die man als Betroffener hier zu tragen hat.

Die doppelte Stigmatisierung als psychisch Kranker und als Straftäter lastet auf den Verurteilten und in ähnlicher Weise auch auf den Angehörigen, die diesen schweren Weg aus Liebe mitgehen.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass diese Menschen sich in einem geschützten Raum austauschen können, den die Klinik bei den Angehörigentreffen zur Verfügung stellt. Die Menschen machen dort oft die Erfahrung, wie gut allein ein Gespräch tun kann, nach dem Motto: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“

Die Verantwortlichen im Landesverband Bayern des ApK und deren regionalen Gruppen versuchen den Angehörigen zu helfen, deren Anregungen zur Verbesserung der Situation der Patienten aufzunehmen und sich für sie einzusetzen.

Wenn Sie Kontakt wünschen und an dem Verein ApK interessiert sind, so finden Sie nähere Informationen auf der Homepage http:/www.apk-nuernberg.de und www.lvbayern-apk.de.

Es grüßt Sie

Jutta Haubner
Angehörigensprecherin im BKH Straubing