Besucher

Auch in einer hochgesicherten Maßregelvollzugseinrichtung wie dem BKH Straubing wird der Aufrechterhaltung (förderlicher) sozialer Kontakte ein hoher Stellenwert zugesprochen.
Stabile soziale Kontakte sind eine wichtige Voraussetzung für die Alltagsbewältigung der Patienten nach ihrer Entlassung. Um diese trotz einer möglicherweise längeren Behandlungsdauer in der hiesigen Hochsicherheitseinrichtung aufrechterhalten zu können, gibt es auch hier Besuchsmöglichkeiten.

Abhängig vom jeweiligen Therapiefortschritt der Patienten gibt es unterschiedliche

Besuchsräume:

Für hochgesicherte Patienten oder Patienten, die Besuche zum Erhalt untersagter Gegenstände missbraucht haben, stehen Besucherräume mit Trennscheibe zur Verfügung.

Befindet sich der Patient auf einer offenen Behandlungsstation, findet der Besuch meist im Anhörungsraum des BKH Straubing statt. Zusätzlich gibt es eine begrenzte Anzahl an gesonderten Besucherräumen, die ohne Anwesenheit des Sicherheitsdienstes und lediglich unter Kameraüberwachung genutzt werden können. Diese werden beispielsweise auch für Besuche von Angehörigen mit Minderjährigen genutzt.

Besuchszeiten:

Freitag bis Sonntag

Haus A und Haus E: 13.00 bis 15.00 Uhr

Haus CD, Haus B und Haus F: 15.15 bis 19.00 Uhr

An Feiertagen können die Besuchszeiten variieren.

Organisatorisches:

Besuche müssen zuvor durch die Patienten beantragt werden. Der zuständige Therapeut überprüft dann, ob die Bewilligung des Besuchs einen positiven Einfluss auf den Patienten hat und führt gegebenenfalls ein Vorgespräch mit dem Besucher.

Ebenso müssen auf dem Antrag mitgebrachte Gegenstände vermerkt werden, die von der Pflege genehmigt werden. Erst dann können Sie dem Patienten beim Besuch übergeben werden.

Besuchsregelung

Die Besuchsregelung des Bezirkskrankenhauses Straubing  (Forensisch­ psychiatrische Klinik) folgt den gesetzlichen Bestimmungen des BayMRVG. Außerdem findet die aktuelle Fassung der Hausordnung Anwendung. Im Einzelnen gelten folgende Vorschriften:

1. Besuchsmöglichkeiten bestehen jeweils am Freitag,  Samstag und Sonntag sowie an gesetzlichen Feiertagen. Sofern an einer anderen Stelle (z.B. genehmigter Besucherantrag) keine andere Regelung getroffen wurde, gelten folgende Besuchszeiten:

  • Haus A und Haus E: 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
  • Haus CD, Haus B und Haus F: 15:15 Uhr bis 19:00 Uhr

2. Die Besuche finden grundsätzlich im Anhörungsbereich oder dafür vorgesehenen Räumen statt.

3. Besuche werden davon abhängig gemacht, dass der/die Besucher/in einen gültigen Personalausweis oder Reisepass vorlegt und sich kontrollieren bzw. durchsuchen lässt.

4. Besuche dürfen laut BayMRVG aus Gründen der Behandlung oder der Sicherheit oder der Ordnung überwacht werden. Darunter fällt die optische und akustische Überwachung. Über angeordnete Überwachungsmaßnahmen und einer Aufzeichnung von Gesprächen werden die Besucher informiert. Eine heimliche Überwachung findet nicht Auf ärztliche/psychologische Anordnung können Besuche untersagt, zeitlich eingeschränkt oder abgebrochen werden, wenn die Sicherheit oder Ordnung gefährdet ist oder gesundheitliche Nachteile für den Patienten zu befürchten sind.

5. Besuche durch Kinder unter 14 Jahren sind genehmigungspflichtig und können nur im Beisein eines Erziehungsberechtigten erfolgen. Sie sind in speziell ausgewiesenen Räumen durchzuführen. Besuche durch Jugendliche, die das 14., aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben, bedürfen ebenfalls einer therapeutischen Ausnahmegenehmigung. Sollten sie nicht in direkter Begleitung des/der Er­ ziehungsberechtigten sein, ist eine schriftliche Unbedenklichkeitserklärung vorzulegen. Entsprechende Formulare sind in der Klinik erhältlich.

6. Kommen mehrere Besucher gemeinsam und wird dadurch die Sicherheit oder Ordnung gefährdet, der Stationsablauf behindert oder die Gesundheit des Patienten beeinträchtigt, kann Gruppenbildung angeordnet werden.

7.  Jeder Besucher wird dem Patienten telefonisch angekündigt. Willigt dieser nicht in den Besuch ein oder wünscht dessen Abbruch, muss der Besucher abgewiesen werden.

8. Die Klinik hat laut Artikel 12 und 13 des Bayerischen MRVG jederzeit das Recht, die Übergabe von mitgebrachten Gegenständen zu verweigern oder zu begrenzen, wenn gesundheitliche Nachteile für den Patienten zu befürchten sind oder die Sicherheit oder Ordnung der Einrichtung erheblich gestört wird. Das Mitbringen von Gegenständen und Geschenken, einschließlich der Übergabe von Zeitschriften, Büchern und Ton- bzw. Informationsträgern (z.B. Videos, Kassetten, CDs, Disketten usw.) ist genehmigungspflichtig. Pornographische und/oder gewaltverherrlichende Schriften, Darstellungen etc. sind verboten.

9.  Die Übergabe von Bargeld an Patienten ist verboten. Etwaige Geldbeträge können nur über das jeweilige Klinikkonto des Patienten eingezahlt  werden.

10.  Die Mitnahme und/oder Übergabe von Mobiltelefonen, Fotoapparaten oder an­ deren, die Sicherheit gefährdende Gegenstände (wie z.B. Messer,  Schraubenzieher, Feuerzeuge und Waffen jeglicher Art) sind strengstens verboten.

11. Das Mitbringen von Zuwendungen für Patienten ist nur in äußerst beschränktem Umfang (als Kleingeschenk) möglich. Grundsätzlich nicht mitgebracht werden dürfen: Getränke, selbst zubereitete Speisen, alle Arten von Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren, Eier, Milch und Milchprodukte. Verboten sind auch alle Lebensmittel (Süßigkeiten etc.), die Mohn enthalten sowie alle Medikamente  (einschließlich Nahrungsergänzungsmittel  und Reduktionsstoffe, Vitaminpräparate  etc.) sowie Alkoholika oder andere potentielle Das Mitbringen von Obst ist nur in beschränktem Umfang erlaubt.

12.  Für alle Gegenstände gilt, dass sie nur dann übergeben werden dürfen, wenn sie kontrolliert  worden  sind  und eine  Genehmigung  erteilt  wurde. Besucher  sind selbst verpflichtet, auf verbotene Gegenstände zu achten und diese unaufgefordert Den Anweisungen des Personals ist Folge zu leisten. ln den Besuchs­ räumen sind Getränke der Klinik erlaubt.

13. Alle Besucher werden darauf hingewiesen, dass die Besuchszeiten nur für Kontakte mit dem angegebenen Patienten reserviert sind. Ansprüche auf Sprechzeiten mit  dem  therapeutischen  Personal  sind  daraus  nicht  ableitbar.  Sprechzeiten  mit dem behandelnden  therapeutischen Personal können im Rahmen der Dienstzeiten vereinbart  werden. Außer einer/einem  Ärztin/Arzt/Diplompsychologin/-psychologen ist niemand berechtigt, Auskünfte über einen Patienten zu erteilen.

14. Besuche von Rechtsanwälten, Notaren, Verteidigern und gesetzlichen Betreuern können nach vorheriger Anmeldung Montag bis Freitag zwischen 08.00 Uhr und 16.00 Uhr stattfinden. Derartige Besuche finden grundsätzlich in den Anhörungszimmern statt, das Betreten der Stationen ist nicht gestattet. Durchsuchungen  können auch bei Rechtsanwälten, Notaren und anderen Amtspersonen angeordnet werden. Dabei ist die inhaltliche Prüfung der mitgeführten Schriftstücke  und Unterlagen unzulässig. Schriftstücke der Verteidigung und/oder amtliche Unterlagen dürfen dem Patienten übergeben werden. Die Übergabe anderer Gegenstände ist untersagt und wird von der Erlaubnis der Ärztlichen Direktorin bzw. ihres/ihrer Stellvertreters/Stellvertreterin abhängig gemacht. Die §§ 148, 148 a der Strafprozessordnung (StPO) bleiben  unberührt. Gemäß Art. 12 BayMRVG darf auch ein Besuch dieses Personenkreises untersagt,  überwacht oder  abgebrochen  werden,  wenn  gesundheitliche Nachteile für den Untergebrachten abzuwehren  sind. Diese Entscheidung ist von der Ärztlichen Direktorin, einer/einem Oberärztin/Oberarzt, dem/der leitenden Psychologen /Psychologin oder der/dem diensthabenden Ärztin/Arzt zu treffen.